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[Bildunterschrift: Die Seite kino.to und viele Filehoster wurden von der Polizei geschlossen ]
Neue Kinofilme und Serien per Stream im Netz anschauen - offenbar tun das zahlreiche Internetnutzer. Das Problem: Die Urheber sehen keinen Cent dafür, wenn es sich um Raubkopien handelt. Und von solchen Portalen gibt es im Netz viele.
Jetzt hat die Polizei - nach langwierigen und schwierigen Ermittlungen - hart durchgegriffen. Bei einer bundesweiten Razzia gegen den Streamingdienst kino.to - so etwas wie das Aushängeschild der deutschen Raubkopierer-Szene - durchsuchte die Polizei mehr als 20 Wohnungen, Geschäftsräume und Rechenzentren. Zeitgleich gab es Durchsuchungen in Spanien und Frankreich.
13 Beschuldigte wurden während der Aktion festgenommen, nach einer weiteren Person werde noch gefahndet, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft. Geleitet werden die Ermittlungen von der sächsischen Sondereinheit INES. Sie kann bundesweit ermitteln, wenn sie für ein Verfahren verantwortlich ist.
Den Seitenbetreibern und ihren Helfern, die technische Hilfe bei der Umsetzung geleistet haben sollen, werden Urheberrechtsverletzungen in über einer Million Fälle zur Last gelegt. Ihnen drohen bis zu fünf Jahre Haft. kino.to ist inzwischen - ebenso wie viele mit ihr verbundene Filehoster - nicht mehr zu erreichen. Stattdessen erschien vorübergehend ein Hinweis der Kriminalpolizei zu den laufenden Ermittlungen.
Die Website ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft das größte Portal in Deutschland, über das Raubkopien von Filmen und Serien verbreitet werden. Die Seite habe Hunderttausende Nutzer täglich. Die Verluste für die Filmwirtschaft und die Gewinne der Hauptbeschuldigten durch Werbeeinahmen lägen im siebenstelligen Euro-Bereich.
Das Portal listete Links auf Filmanbieter auf - nach Einschätzung der Ermittler gibt es aber eine Verbindung zwischen dem Portal und diesen Anbietern. Zwar ist die Internetadresse kino.to in Tonga in der Südsee registriert, die meisten Server stehen aber in Europa.
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