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Dossier
Umstrittene WikiLeaks-Veröffentlichungen
Transparenz um jeden Preis
Die jüngsten Enthüllungen von WikiLeaks förderten vor allem wenig charmante US-Kommentare über führende Politiker zu Tage - oder aber belegten - anders als bei den Irak- oder Afghanistan-Veröffentlichungen -, was ohnehin bekannt war oder zumindest vermutet wurde. Aber: WikiLeaks verändere die politische Kommunikation - und das könnte fatale Folgen haben, meinen Kritiker. Befürworter dagegen loben die Transparenz, die das Portal schaffe.
Chaos Computer Club zu Aktionen von WikiLeaks-Unterstützern
Ist das Lahmlegen von Websites gerechtfertigt, um die Meinungsfreiheit zu verteidigen? Andreas Bogk vom Chaos Computer Club sprach mit tagesschau.de über Cyber-Attacken wütender WikiLeaks-Unterstützer, Vor- und Nachteile der Salamitaktik a là Assange und die Signalwirkung für neue Enthüllungswebsites. [mehr]
WikiLeaks-Gründer Assange will Auslieferung verhindern
Eine Woche nach der Festnahme des WikiLeaks-Gründers Assange fand eine erneute Anhörung in London statt. ARD-Korrespondentin Annette Dittert erläuterte im Vorfeld im Gespräch mit tagesschau.de die Chancen Assanges, eine Auslieferung nach Schweden zu verhindern. [14.12.2010]
Pro und Contra WikiLeaks
250.000 Dokumente aus US-Botschaften bei WikiLeaks - das wird Auswirkungen auf die politische Kommunikation haben, meinen sowohl der Blogger Lobo als auch der Politologe Weidenfeld im tagesschau.de-Interview. Aber Lobo hofft auf mehr Transparenz, während Weidenfeld vor Vertrauensverlust warnt. [mehr]
Pakistan-Experte zu WikiLeaks
Unter anderem veröffentlichte WikiLeaks auch Depeschen von US-Botschaftern in Pakistan. Allerdings: Neu war das Ganze nicht. WikiLeaks gehe es offenbar vielmehr um die Aufdeckung bestimmter politischer Praktiken, sagt der Pakistan-Experte Boris Wilke im Interview mit tagesschau.de. [mehr]
US-Urteile über internationale Politiker
In den US-Depeschen steht viel Uncharmantes über die Staatsfrauen und -männer dieser Welt: An Kanzlerin Merkel perlten Argumente ab wie an Teflon, Außenminister Westerwelle sei "aggressiv" und Russlands Ministerpräsident Putin ein "Alpha-Rüde". [bilder]
Aus welcher Quelle WikiLeaks schöpft
Aus dem geheimen US-Regierungsnetzwerk SIPRNet stammen die über 250.000 Dokumente, die die Internetplattform WikiLeaks veröffentlichen will. Ein im Irak eingesetzter Obergefreiter soll die diplomatischen Berichte an Wikileaks weitergegeben haben - auf selbst gebrannten CDs. [mehr]
WikiLeaks-Gründer Assange im Porträt
Bekannt wurden Julian Assange und die von ihm mitgegründete Online-Enthüllungsseite WikiLeaks im Jahr 2007: Damals veröffentlichten die Aktivisten Bordaufnahmen eines US-Hubschrauberangriffes im Irak. Der 39-jährige Australier - heute von Interpol gesucht - begann seine Karriere mit einem C64 - und hat nun große Ziele. [mehr]
Irak-Dokumente bei WikiLeaks
Die Internetplattform WikiLeaks hat 400.000 Dokumente zum Irak-Krieg veröffentlicht. Dabei soll es sich um bislang geheimes Material der US-Armee handeln. Die US-Regierung sieht durch die Veröffentlichung das Leben von US-Soldaten gefährdet. WikiLeaks-Gründer Assange verteidigte die Offenlegung. [mehr]
US-Militärvideo bei WikiLeaks
Im Internet ist ein Militär-Video aufgetaucht, das einen tödlichen US-Angriff auf eine Gruppe von Zivilisten im Irak zeigt. Das Video wurde 2007 von der Bordkamera eines Kampfhubschraubers aufgenommen. Bei dem Angriff wurden auch zwei Mitarbeiter der Nachrichtenagentur Reuters getötet. Christian Blenker berichtet. [video]
Neues Datenleck beim US-Militär
Die Internetplattform WikiLeaks hat mehr als 75.000 vornehmlich geheime US-Militärdokumente zum Afghanistankrieg online gestellt. Medien halten die Berichte für authentisch. Was vorher nur vermutet wurde, lässt sich nun nachvollziehen - etwa, dass Pakistans Geheimdienst die Taliban unterstützt. [mehr]
Interview zu Afghanistan-Geheimakten
Wie viel Neues bringen die Dokumente über den Afghanistankrieg tatsächlich ans Licht? Der Politikwissenschaftler Markus Kaim versteht die Aufregung um die Veröffentlichung auf WikiLeaks nicht. Die Fakten seien Experten schon lange bekannt, sagte Kaim im Interview mit tagesschau.de. [mehr]
Verteidigungsministerium zu WikiLeaks-Veröffentlichung
Das Verteidigungsministerium hat eingeräumt, bei der Erstellung von Listen mit Namen hochrangiger Taliban-Führer zu helfen. Die Personen würden aber nur zur Gefangennahme ausgeschrieben, so ein Sprecher. Für tödliche US-Aktionen sei die Bundesregierung somit "nicht direkt" verantwortlich. [mehr]